HBK Braunschweig, 20. November und 11. Dezember 2013

Markus Honka – ausgebildeter Schreiner und Innenarchitekt – reiste zu zwei Terminen an. Es waren für die Studierenden zwei sehr intensive und lehrreiche Tage, welche Herr Honka mit feinsten Nürnberger Lebkuchen versüßte.

Bei seinem ersten Termin besprach er mit den Studierenden die wichtigsten Holzverbindungen und Fertigungsverfahren. Beim zweiten Termin leitete Herr Honka die Projektbesprechungen und gab den Studierenden konkrete Hinweise zu Konstruktion und Umsetzung ihrer Entwürfe.

Sein Fachwissen und das der Mitarbeiter der Holzwerkstatt ergänzten sich ideal. Für die Teilnehmer des Projektes »#chair« und deren Entwürfe ein großer Gewinn.

Interview: Kerstin Kaczmar
Was fasziniert Dich an dem Material Holz?
Als erstes der Geruch! Das war tatsächlich einer der Gründe für die Schreinerlehre. Dann die Haptik und der natürlich gewachsene Rohstoff mit seinem immer eigenen Charakter.

Du bist klassisch ausgebildeter Schreiner. Welche Rolle spielen die digitalen Technologien in Deiner Arbeit?
Sie sind aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Kunst liegt in der Kombination des klassischen Handwerkerwissens mit den modernen Entwurfs- und Fertigungsmethoden.

Was macht den Unterschied aus – einen Stuhl im Studium zu entwerfen und einen in der Berufspraxis?
Im Studium bleiben mehr Freiräume, da Sachzwänge wie Herstellungskosten oder Vermarktbarkeit nicht im Vordergrund stehen. Dies führt im Idealfall zu freieren und spannenderen Entwürfen.

Welche Aspekte vermittelst Du in der Lehre?
Machen! Machen in Sinne von herstellen, anfertigen und realisieren. Keine Angst vor Herausforderungen! Soviel ausprobieren wie nur geht. Den Stuhl 1:1 bauen ist genau mein Ding. Nichts gegen Renderings oder Maßstabsmodelle, aber an einen Prototypen reichen die nicht ran.

Was sollen zukünftige Designer unbedingt können?
Gute Frage. Wenn Ihnen bewusst ist, dass sie unsere (Um-)Welt gestallten (Umgang mit Ressourcen und Rohstoffe eingeschlossen), ist der wichtigste Grundstein schon gelegt. Was für eine Verantwortung und was für eine Chance.

Was hast Du für Dich aus der Arbeit mit den Studierenden mitgenommen?
Die Ergebnisse finde ich super, was mir auch zeigt, dass man ruhig auch mal viel fordern und auch zutrauen darf. Ein schönes Feedback für mich war: die Studierenden fühlten sich von mir erst genommen – auch bei schrägen Ideen. Ich glaube, dass hat sie sehr motiviert.

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